thoughts of a fish

Der Sinn von Konzerten

Verfasst von: twoblowfish in: Juli 27, 2008

Gestern Abend war ich auf einem Konzert. Es war Open-Air hier in der Region. Doch nehme ich es genau, war ich nicht auf dem Konzert, sondern daneben. Ein paar Freunde waren dabei, und insgesamt gesehen hatten wir einfach nur Spaß.

Ich will erst dazu kommen, was wir nicht getan haben:

- 30€ für eine Karte bezahlt. – Ja, das ist vermutlich einer der Hauptpunkte, besonders wenn ihr nachher seht, was wir wir dennoch alles getan haben.

- schlechtes Konzertbier getunken. – Ich blogge auf Deutsch, und um eben jenes Vorurteil über die Deutschen zu verstärken liegt auch hier bereits im zweiten Punkt der Fokus auf dem teilweise übermäßigen Bierkonsum der Deutschen.

- Getanzt, was getanzt wurde. – Nun ja, auf Rockkonzerten tanzt man Pogo. Pogo, diese schöne Tanzart – oder: wie bekommt man möglichst viele blaue Flecken?

Ich könnte diese Liste beliebig fortsetzen, aber wer würde das noch lesen? Vielmehr sollte man Fogendes, was wir getan haben, lesen:

- Spaß mit Freunden gehabt. – Ja, darum geht es doch bei Konzerten. Es geht doch nicht wirklich um die Musik, oder wie viele Leute kaufen sich alleine eine Karte?

- eigenes, leckeres Bier getrunken. – Ok, ich stürze mich wieder in das Bier-Vorurteil, aber was mir über das Konzertbier erzählt wurde, machte mich stutzig: 8€ 50ct für eine Maß Bier. Wenn man das mit Oettinger vergleicht, hat man einen Preisunterschied von 8 Euro, doch vermutlich schmeckt man ihn auch. Vergleicht man es aber mit jeder anderen Sorte, so hat man mindestend 6€ Preisunterschied – und das bessere Bier. Das Konzertbier soll derartig schlecht gewesen sein, dass reichlich vorglühen nötig war.

- Musik only. – Gut, es mag ein wenig komisch klingen, aber dennoch: Musikgenuss – bei manchen Bands auch nur der erste Wortteil – kann schön sein. Wenn er alleine steht. Ohne gröhlende Massen, ohne schwitzende Männer und ohne korpolentere Pogo-Tänzer. Musik, wie sie ist. Nicht ganz richtig – so hatten wir beispielsweise auch das Outdoor-Feeling – aber dennoch einer Erwähnung wert.

- diese nervigen, altkluge Weißheiten. – Als ich aufwachte war ich voller Freude. Ich hatte ein Konzert gesehen. Nun ja, wäre das Loch im Zaun nicht gewesen nur gehört. Und was habe ich dafür gezahlt? 0€, Nada, Niente (Gott verdamme mich für diese Rechtschreibung). 30€ – nicht mit mir und nich für zumeist zweitklassige Bands. Anstelle dessen wagte ich eine kleine Wanderung durch den Wald mit meinen Freunden und was geschah? Kein Eintrittspreis und dennoch das Feeling, das ich oben bereits beschrieb. Plus: Ich kann die Geschichte immer wieder erzählen.

Zum Beispiel konnte ich sie in meinem Blog erzählen

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